folk gothic classical steam storytelling. Schöne, schräge “Scheiße”. Einfach mal mit Track 4 “Rossetti’s Passion” anfangen. Bin begeistert. Zum freien haben und hören.
So heißt eine Band aus Rußland, welche in meiner Gunst sehr weit oben steht. Das liegt bestimmt auch daran, daß die mich verdammt an Joy Division erinnern. Aufmerksam geworden bin ich damals durch diesen Artikel, welcher auch gleichzeitig den Link zur “Bear EP” enthält.
Nun gibt es von dieser sympathischen Formation das erste Album namens “Alps”, welches sie ebenfalls zum Download zu Verfügung stellen. Da sage ich mal artig Danke und erfreue mich an dieser wunderbaren Musik.
Vorweg Konzertberichterstattung ist mein Ding sicher nicht. Nichts desto trotz …
Ich war gestern auf der Kulta. Das ist eine Veranstaltung bei der viele Leute eine Woche lang versuchen ein freies, kostenloses Kulturprogramm in die Wiege des deutschen Rundfunks, nach Königs Wusterhausen, auf den Funkerberg zu bringen. Mehr dazu unter www.kulta.de.
Am letzten Tag endet das ganze dann immer mit einem Open Air + anschließender Aftershowparty. Beim letzten mal waren Zweiraumwohnung der Headliner, wie ich hörte war der Berg da dicht, diesmal die Skeptiker. Zuerst kam aber eine Band die eine Woche vorher den Kulta eigenen Bandcontest gewonnen hatten. Die waren gut, aber nicht so meine Baustelle. Danach kam San Franzernsdorf. Die hatten wir schon mal hier, kuckste – SAN FRANZERNSDORF – JEDEN TAG. Dann stand Rainer von vielen auf dem Programm. Der Name sagte mir was, kam aber nicht drauf … (daher – Rainer von Vielen & Kauz – Tanz deine Revolution) Oller Lückenfüller? Kam anders. Rainer von vielen ist so ‘n geile Scheiße. Die haben intilligent, abgedreht die Bude gerockt. Ich wollte mich bewegen. Bin jetzt Fan. : )
Da steht ‘n Typ mit zwei Micros in den Händen und macht Kehlkopfgesang. Dazu schrammelt, bummst und quitscht die Kapelle, bestehend aus ner Gitarre, n Bass und nem Schlagzeug. Schaut dann ungefähr so aus – Rainer von Vielen + Kauz – Scattechno. Sidos Block wird mit Unterstützung einer Quetschen bairisch, volkstümlich verwurstet. Rainer von Vielen – Mein Block. Ab der Stelle lass ich dann auch den Versuch die Lieder irgend welchen Musikstilen zu zu ordnen. Wer das für den nächsten Song kann soll mal schreiben. Rainer von Vielen – Der Abstand. Kuckste auch noch Rainer von Vielen – Sandbürger und Rainer von Vielen – Kein zurück und dann auch schnell den ganzen Rest … KUCK.
Nach den Rainern kamen noch die Skeptiker, aber irgend wie vermochte mich die Musik, die ich hörte als ich noch Pickel im Gesicht trug, nicht so richtig zu begeistern. Das lag sicher zum einen an der Tontechnik. Ich war noch eine Stunde später auf dem einen Ohr taub. Beim ersten Lied war der Sänger nicht zu hören. Das änderte sich danach auch nur mäßig. Der zweite Grund war sicher das die nach den Rainers einfach ein zu großer Kontrast waren und gefühlsmäßig nicht so recht passen wollten. Ich hatte keinen Bock auf Straßenkampf und Gerechtigkeit. Auf jeden Fall ging ich nach drei Liedern. Die zwei Zwerge (nicht ausgewachsene, unüberlegt wirre Dinge tuende Menschen) die ich dabei hatte teilten insgesamt meine Meinung. Ich glaube Hannah Montanna ist jetzt out und Rainer in.
Ich geh jetzt den mp3 Shop meines Vertrauens nach den Rainers durchwühlen.
Das erste Album von Rainer von Vielen namens 0160-98236130 gib’s HIER zum freien und kostelosen Haben. Klickste auf unter dem Album auf “Das komplette Album mit Cover als ZIP-Datei zum runterladen”. Oder noch einfacher, klickste HIER und der download beginnt.
Stricken City heißt diese Band und selbige möchte ich mal schnell ans Herz legen. Wunderbar charmante Musik zwischen Pop und Indie. Geht ins Ohr und bleibt auch drin. Und wem es zusagt, der kann sich die EP hier herunterladen.
Den 26 d. M. wurde auf dem Wildberger Felde, auf dem Wege vom da nach Mancker, ein unbekanntes Frauenzimmer erfroren gefunden. Sie war sehr alt, abgemagert, etwa 5 Fuß groß, der Mund zahnlos, hatte braunes Kopfhaar, und war bekleidet mit einem zerissenen leinen Hemde, einem bergl. Kopftuch, einem alten grünen Wardmantel, einem alten rothbunten Eingham-Oberrock, einer alten grünen Tuchjacke, einem rothgestreiftem Warbrock, einer rotgewürfelten Schürze, einem Paar weiß – und einem Paar blauwollener Strümpfe und hölzernen Schlarren, und werden alle die, welche über die Person dieses Frauenzimmers Auskunft geben können, aufgefordert, hier bei uns Anzeige darüber zu machen. Alt-Ruppin, den 30. Dezember 1836. Königl. Preuß. Justizamt
Geschichten aus der arschlochfreien Zone. Ein Schweizer und eine Östereicherin beschließen zusammen ihren abgelegenen, idyllischen Almhof in der Schweiz aufzugeben und sich einen Bauernhof im Osten, der ehemaligen Zone, im Brandenburgischen zu kaufen. Was den Beiden dabei so passiert ist und wie sie von den Einheimischen aufgenommen wurden, dass hat der männliche Teil der Gemeinschaft zwischen zwei Buchdeckel gepackt und läßt uns so daran teil haben. Das Ding macht Spaß, ist viel zu kurz, es bewegt.
“Zum ersten Mal schwant mir, dass weiße Linien am Straßenrand und viele Vorwarnschilder zwar ganz praktisch sind, aber auch Ausdruck einer Durchreglementiertheit, die dem wirklichen Leben kaum noch Platz zum Atmen lassen. Das Zusammen-Leben wird eng und schwierig. Die Freiheit, auch mal fünfe gerade sein zu lassen, ist in unserer zunehmend ver-USA-ten Gesellschaft, in der eigenen Verantwortung, eigenes Urteilsvermögen abgegeben werden an Anwälte und Richter, immer rarer und nicht wertvoll genug zu schätzen.”
Zart dahin rieselnder, melancholischer Gitarrenpop. Das ganze unterstrichen durch ein Chello. Begleitet von einem Klavier. Eine Briese sechziger, siebziger. Aus der Schweiz. Wer mit Titel 3 December klar kommt, wird auch den Rest mögen. Da der Sommer grad Pause macht … Zum freien download.
Ich hab mich mal wieder ans Videobasteln gewagt. Es ist ein Jumpstylevideo geworden. Das Zeugs das die da auf’n Alex und so rumhoppen tun. Die Leute in dem Video sind von einem Verein. Ja, soweit ist das schon gekommen. Also in dreißig Jahren treffen sich die dann alt gewordenen nicht mehr zum Bauchtanzen und Squaredancen sondern zum Jumpstylen.
Die Musik ist von Prana Yama, vom Album Hardstyle & Jumpstyle 2 (origineller Name) und davon das Lied We wanna go to Qlimax. Ich habe ehrlich gesagt nicht auf den Titel und den Text des Stückes geachtet, ich brauchte nur etwas das zu der Geschwindigkeit der Tanzenden passt. Wie ich aber hinterher feststellte hat die Musik Inhalt. Und zwar geht es um eine des öfteren statt findende Tanzveranstaltung – siehe Qlimax. Ein hyper, hyper auf die dort Versammelten.
Mein Equitment war nicht der Hammer, aber ausreichend. Eine kleine minidv Kamera nahm die Bilder auf. An einem Ubunturechner hab ich mit Hilfe von Kino alles jecaptured und danach in Pitivi das ganze in Form gebracht …